Faires Gold für Österreich

Klimabündnis-Schwerpunkt: Von schmutzigem zu nachhaltigem Gold.

Kämpft seit Jahren gegen riesige Goldkonzerne: Maxima Chaupe (rechts). Foto: Christian Mohr

Österreich ist „Global Player“

Die „Münze Österreich“ produziert mit dem Philharmoniker eine der beliebtesten Goldmünzen der Welt - und kaufte dafür über die Jahre 600 t Gold an. Rechnet man den Goldbedarf für die Herstellung von Goldbarren, Schmuck und Uhren, sowie von Elektrogeräten wie Smart-Phones und Computern, sowie den Bedarf weiterer österreichischer Betriebe hinzu, beläuft sich der Goldbedarf Österreichs auf bis zu 3% der jährlich global geförderten Goldmenge. Darüber hinaus hält die Münze Österreich knapp 30% an der Schweizer Goldraffinerie Argor-Heraeus, die zu den 7 größten goldverarbeitenden Unternehmen weltweit zählt.

Die andere Seite der Gold-Medaille

Weniger glänzend sind die Bedingungen bei der Herstellung von Gold für Millionen Menschen. Dabei werden durchwegs die Gifte Zyanid und Quecksilber verwendet, Trinkwasser, Böden und Lebensmittel vergiftet. Der Schaden bleibt, die Wertschöpfung  geht. Durch den Verkauf und Ankauf von Gold werden zahlreiche Konflikte jahrelang finanziert, wie der Krieg im zentralafrikanischen Kongo.

Regenwald & Energieverbrauch

Die Gewinnung von Gold bewirkt Regenwaldzerstörung und zieht einen extrem hohen Energieverbrauch bei Förderung und Raffinierung nach sich. Allein in Lateinamerika führte Goldbergbau zwischen 2011 und 2013 zur Zerstörung von 1680 km2 Regenwald. Zum Vergleich die Größe des Burgenlandes: 3965 km2

Klimabündnis & Gold

Die Suche nach Gold war eine Voraussetzung für die Gründung des Klimabündnis Österreich. Nachdem 1987 Goldsucher in den Regenwald NW Amazoniens eingedrungen waren, haben sich die betroffenen Bewohner zu organisieren begonnen. Im Rahmen einer Versammlung wurde damals die FOIRN, der Dachverband der indigenen Völker vom Rio Negro - und somit die eine Hälfte des Klimabündnis - gegründet.

Yanacocha-Goldmine. Foto: Walter Silvera

reduce, reuse, recycle

  • Weniger ist fair! Verbrauchen wir weniger Gold!
  • Verwenden wir Produkte, die Gold enthalten wieder!
  • Gold ist für den Müll zu wertvoll! Recyclen wir Gold!
  • Machen wir die Goldproduktion fair und giftfrei! Fragen wir nach „fair mined“ und „FAIRTRADE“ Gold und/oder „ökologischem Gold“!
  • Transparenz, Rückverfolgbarkeit des Goldes bis zur Mine und Regeln für den großindustriellen Goldbergbau!
  • Investieren wir in eine faire und giftfreie Goldproduktion, statt in Unternehmen mit skandalösen Praktiken.
Gold im Kleinbergbau. Foto TdHSuisse

Links & Infos

Sparen Sie Gold – sammeln Sie Handys

In Österreich werden jedes Jahr 2 Mio Handys gekauft. 10 000 Handys enthalten u.a. 0,25 kg Gold. Bleiben die Handys und Smart Phones zu hause liegen, sind die darin enthaltenen Wertstoffe einer Weiterverwendung entzogen. Gold und andere Materialien müssen vermehrt neu gewonnen werden – mit all den beschriebenen Auswirkungen.

Wenn Handys und Smart-Phones lange verwendet werden und dann einer Sammlung zugeführt werden, werden Ressourcen gespart und die Menschen in den Regionen der Goldproduktion entlastet.

Über die Sammlung Ö3 Wundertüte kommen jedes Jahr 500 000 Handys zu „Caritas Services“. 60 % der Geräte können nach einer Erneuerung der Tastatur und dem Bespielen mit neuer Software weiter verwendet werden. 40 % der Geräte werden in 3 Fabriken in Europa recycliert und die Rohstoffe rückgewonnen.

Sie haben überzählige Handys, die sie nicht mehr benötigen? Sie wollen Handys in ihrer Klimabündnis Gemeinde, in ihrem Klimabündnis Betrieb, in ihrer Klimabündnis Schule sammeln? Dann mailen Sie uns.

Kontakt:

office@klimabuendnis.at

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